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 meine facharbeit vom letzten schuljahr

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BeitragThema: meine facharbeit vom letzten schuljahr   Fr Dez 07, 2007 11:02 pm

hallihallo =)
letzten jahr in der 9. klasse hab ich eine facharbeit zum thema "Das reaktorunglück von tschernobyl" tja das sind 5 A4-seiten. und ich bin eigentlich drauf gekommen das on zu stellen weil ich zur verwunderung festgestellt habe das eineige nichts mit tschernobyl anfangen können. was für eine bildungslücke (Smile) hab ich mir gedacht, das muss man doch ändern und tja hier ist sie falls ihr die arbeit lesen wollt müsst ihr schon n bissl zeit einplanen aber das geht halt net anders.
Das reaktorunglück von tschernobyl

Einleitung
Die folgende Facharbeit behandelt das Thema des Reaktorunglücks im Leninkraftwerk im Tschernobyl und dessen Ausmaße für die Menschen und die Umwelt. Ich habe dieses Thema gewählt, da das Ereignis damals überall auf der Welt Schlagzeilen machte und es auch bei uns Kernkraftwerke gibt. Das Ereignis war ausschlaggebend für viele Bücher und Geschichten, von denen einige noch heute ich manchen Schulen gelesen werden. Ich habe mich dafür interessiert, wie es zu diesem Reaktorunglück kommen konnte und welches Ausmaß es unter anderem für den Menschen hat.

1 Allgemeines über die Stadt Tschernobyl
Die Stadt Tschernobyl ist ein kleines ukrainisches Städtchen, das etwa 130 Kilometer nördlich von Kiew liegt. Es liegt hinter einem Elektrizitätswerk, am Ufer des Flusses Dnjepr, der dort zum See verbreitert ist. Am Rand der Stadt befindet sich eine riesige Wald- und Sumpflandschaft. Der Name Tschernobyl bedeutet wörtlich übersetzt „bittere Wermut“.
Am 26.April 1986 ereignete sich in Tschernobyl der schwerste Unfall in der Geschichte der nichtmilitärischen Nutzung der Kernenergie.

2 Das Leben der Menschen vor der Katastrophe
Bis 1986 lebten die 12500 Einwohner überwiegend von Landwirtschaft, Gartenbau, Fischfang und von den Produkten des Waldes und deren Verarbeitung.

3 Die Ursache und der Ablauf des Reaktorunglücks

Das verhängnisvolle Reaktorunglück ereignete sich zwar in der Nacht vom 26.April 1986, jedoch ist die Ursache hierfür auf den 25. April zurückzuführen.
An diesem Morgen wurde der Reaktor von Block 4 des Leninkraftwerks für einen Test zunächst heruntergefahren. In diesem Test sollte herausgefunden werden, wie man den Reaktor in den Griff bekommt, wenn die Wasserkühlung nicht mehr einwandfrei funktioniert und der Strom ausfällt. Um 14 Uhr desselben Tages orderte die Stadt Kiew zusätzlichen Strom, wodurch der Reaktor, anders als geplant, auf halber Kraft weiter lief. Dadurch sackte die Leistung ab, da wie sich später feststellte, sich Xenon im Reaktorkern gebildet hatte. Dieses Edelgas bremste die Kettenreaktion. Um die Leistung zu erhöhen, wurden nach und nach die Steuerstäbe aus dem Reaktorkern gefahren. Am 26. April um 0.30 Uhr sackte die Leistung auf sieben Prozent der Normallast ab. Darum wurden alle bis auf sechs der 211 Steuerstäbe aus dem Reaktor entfernt. Um 1.23 Uhr wurde die Störfallsimulation gestartet. Hierbei wurde zunächst die Wasserpumpe abgeschaltet, wodurch das Kühlwasser unkontrolliert zu sinken begann, die Uranstäbe sich erhitzten und die Kettenreaktion zunahm. Um diese Kettenreaktion zu bremsen, wurden automatisch einige Feuerstäbe in den Reaktor gefahren, doch der Erfolg blieb aus. Vierzig Sekunden später wurden alle Steuerstäbe per Notschalter heruntergelassen. Dies war ein entscheidender Fehler, denn solange sie nur ein Stück weit in den Reaktor ragten, heizten sie die Leistung zusätzlich binnen Sekunden auf das hundertfache an. Somit verformten sich die Stäbe und blieben auf halbem Weg stecken. Nach weiteren zwanzig Sekunden kam es zu der ersten Knallgasexplosion. Sie zerstörte sie ungefähr 1000 Tonnen schwere Platte auf dem Reaktorkern. Die zweite Explosion erfolgte drei Sekunden später. Sie ließ das Dach einstürzen, welches mit dem Verladekran auf dem Reaktorkern aufschlug. Um 1.35 Uhr trafen die ersten Feuerwehrwagen ein und um 5 Uhr morgens waren alle Brände außerhalb von Block 4 gelöscht. Das Feuer im Reaktor konnte jedoch erst am 6. Mai erstickt werden.
Am 27.April wurden in der Kraftwerkssiedelung Pripjat 49000 Einwohner evakuiert. Damals konnte man das Ausmaß der Explosion noch nicht ahnen.
Erst am 21. Mai war die Kraftwerkssiedelung, die sich nur drei Kilometer von dem Kernkraftwerk entfernt befand, vollständig evakuiert. Am 15. November wurde der „Sarkophag“ aus Stahlbeton, der den vollkommen zerstörten Reaktor ummantelte fertig gestellt.

4 Die Helfer am Reaktor
Kurz nach den beiden Explosionen im Reaktor des Blocks 4 trafen die ersten Feuerwehrwagen ein. Die Helfen räumten den strahlenden Schutt auf dem Dach zusammen und warfen ihn in den Reaktor. Jedoch strahlten zu diesem Zeitpunkt etwa30000 Röntgen pro Stunde aus dem explodierten Reaktor. Für einen Menschen ist jedoch schon eine geringe Menge an Röntgen tödlich. Menschen und Material waren somit eine extremen Radioaktivität ausgesetzt.
Die Menschen, die bei der Beseitigung des Schutts halfen, hießen Liquidatoren. In den Monaten nach der Katastrophe wurden insgesamt 800000 Liquidatoren zu der Arbeit in Tschernobyl zwangsverpflichtet. Da die Liquidatoren einer so hohen Strahlenbelastung ausgesetzt waren, wurden sie in regelmäßigen Abständen ausgewechselt.
Später wurde in einem dreißig Kilometerabstand zu dem zerstörten Reaktor eine Sperrzone eingerichtet. In dieser Sperrzone wurde zusätzlich Gelände für Lastwagen, Panzer und Hubschrauber geschaffen. Diese Maschinen wurden im Einsatz bei der Brandbekämpfung an und im Reaktor verstrahlt und verrotten nun auf diesen Sammelplätzen., jedoch strahlen die Fahrzeuge noch heute.

5 Maßnahmen nach der Katastrophe
Erst sechsunddreißig Stunden nach dem Reaktorunfall begann die Evakuierung der Bevölkerung. Dabei wurde die Situation gegenüber der Bevölkerung verharmlost. Es wurde mitgeteilt, man solle sich auf ein dreitägiges Fernbleiben aus Sicherheitsmaßnahmen einstellen.
Am Reaktor wurde das brennende Graphit und Uran von Hubschraubern aus mit Sand, Bor und Blei beschüttet. Dadurch konnte das atomare Feuer erstickt werden, jedoch verbanden sich die Materialien zu einer radioaktiven Lava. Diese Lava kühlte zwar ab, strahlt aber bis heute noch tödlich. Aus diesem Grund wurde um den Reaktor ein Betonsarg gebaut.

6 Die Stadt Pripjat
Pripjat ist eine Stadt, die für die Kraftwerksbauer und Kraftwerksarbeiter gebaut wurde. Ihr Bau begann am 4. Februar 1970, zweieinhalb Jahre vor dem Bau des Kernkraftwerkes. Pripjats Baudauer betrug fünfzehn Jahre. In der Stadt gab es unter anderem Wohnungen für fast 50000 Menschen, Betonplattenbauten, Parks, Sportstätten, Kinos, viele Schulen, vier Bibliotheken, eine Hochschule und mehr als zehn Kindergärten. Pripjat hatte 50000 Einwohner und war eine aufstrebende Stadt. Sie hatte eine günstige Lage im Sowjetreich, da es von Pripjat aus gerade einmal zweieinhalb Stunden mit der Flussfähre nach Kiew waren und man nur einen Tag benötigte, um nach Moskau oder an das schwarze Meer zu fahren.
Heute ist Pripjat eine Geisterstadt.

7 Die Folgen aus dem Reaktorunfall
7.1 Die Folgen für die Umwelt
Das Reaktorunglück von Tschernobyl hatte globale Folgen. Bereits zwei Tage nach der Explosion, am 28. April 1986, wurde eine erhöhte Radioaktivität in Skandinavien gemessen. Am 30.April konnte nachgewiesen werden, dass die radioaktive Wolke Süddeutschland erreichte. Die Radioaktivität breitete sich um den gesamten Globus aus. Selbst in Nordamerika wurde am 6. Mai eine erhöhte Radioaktivität in der Luft nachgewiesen. Um den Reaktor wurde eine dreißig Kilometer breite Sperrzone errichtet. Dort ist der Boden noch heute, nach zwanzig Jahren, stark verseucht.
In Weißrussland, Russland und der Ukraine wurde eine Fläche von 25000 Quadratkilometern durch die radioaktiven Stoffe verseucht. Das sind siebzig Prozent des gesamten radioaktiven Niederschlags. In der Sperrzone und ihrer Umgebung wurden fast alle landwirtschaftlichen Flächen stillgelegt und die noch vereinzelt angebauten Erzeugnisse mussten auf ihre radioaktive Belastung untersucht werden.

7.2 Die Folgen für die Menschen
Auch die Bevölkerung blieb von dem Unglück nicht verschont. Jedoch ist die Zahl der Opfer umstritten. Einige Organisationen, wie zum Beispiel die Atomenergiebehörde(IAEA) und die Weltgesundheitsorganisation(WHO) haben die die Auswirkungen der Katastrophe untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Tod von nur fünfzig Menschen direkt auf den Reaktorunfall zurückzuführen ist und das möglicherweise weitere viertausend Personen an Spätfolgen starben. Andere Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace gehen in eigenen Untersuchungen von bis zu 500000 Todesopfern aus. Der Chef der ukrainischen Kommission zum Schutz vor Strahlenschäden Nikolai Omelyanets spricht von mehr Toten, da er herausgefunden hat, dass die Kindersterblichkeit nach dem Unfall um zwanzig bis dreißig Prozent angestiegen ist. Sichere Folgen des Reaktorunglücks sind jedoch der Zuwachs von Schilddrüsenkrebs unter Kindern, rotbrauner Hautfärbung, Strahlenübelkeit, Haarausfall, zerfressenem Rückenmark, Verbrennungen, Krebs und Geschwüre. Auch die Zahl der Invaliden hat sich erhöht. Weiterhin traten bei den Strahlungsopfern Missbildungen, sowie körperliche und geistige Schäden auf und es kam zu Erbgutmutationen.

8 Das Leben der Menschen nach der Katastrophe
Heute gibt es vereinzelt Leben in der dreißig Kilometer-Sperrzone. Einige ältere Menschen kehrten in ihr altes Dorf zurück. Sie wollen dort ihre Existenz, ihr Haus und ihren Garten sichern. Sie ernähren sich von den radioaktiven Lebensmitteln aus den eigenen Gärten, denn sie wollen „satt sterben“. Eigentlich ist es verboten in der Sperrzone zu leben, doch die Politiker lassen es diesen älteren Menschen gegenüber zu, denn sie werden wohl die letzten Menschen sein, die in der Sperrzone leben.
Schlussbetrachtung
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Reaktorunglück durch viele Fehler entstanden ist. Es sind sehr viele Menschen gestorben und die Umwelt wurde stark belastet. Auch die Lebensbedingungen der Menschen wurden stark verändert. Ich finde, dass es möglich gewesen wäre die Explosion zu vermeiden, wenn man den Test auf Grund der erschwerten Bedingungen abgesagt hätte.

Literaturverzeichnis
- Dr. Weiß, Joachim: Tschernobyl. In: Der Brockhaus in 3 Bänden. Leipzig-Mannheim: F.A. Brockhaus GmbH, 1995, S.482
- Georgen, Marc: Tschernobyl-Anatomie einer Katastrophe. In: Stern 17/2006. Hamburg: Grüner+ Jahr AG& CoKG,2006,S. 58 ff.
- Hillenbrand, Mike: Tschernobyl und die Atomdiskussion. In: Geschichte und Politik Von der Vorzeit bis zur Gegenwart. München: CompactVerlagMünchen, 2002,S.422f.
- Koepp- Schewyrina, Tatjana und Koepp, Reinhold: Das Kernkraftwerk Tschernobyl. In: Tschernobyl- Katastrophe und Langzeitfolgen. Zürich: vdf Hochschulverlag AG an der ETH, 1996, S. 54ff.
- Lubricht, Rüdiger und Kliashchuk, Anatol: Alte Menschen in der Sperrzone (Rückkehrer). In: Tschernobyl 1986- 2006. Bremen: Verlag Carl Ed. Schünemann KG, 2006, S.83
- Mayr, Walter: Pompeji des Atomzeitalters. In: Der Spiegel 16/2006. Hamburg: Spiegel- Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, 2006, S.64ff.
- Nach Unterlagen der Lexikon- Redaktion des Verlages F. A. Brockhaus. In: dtv Lexikon Band 18 Sud- Tur. Leipzig- Mannheim: F.A. Brockhaus GmbH und Deutscher Taschenband Verlag GmbH & Co. KG, 1992, S. 318
- Strzysch, Marianne: Tschernobyl. In: Der Jungendbrockhaus3 Pic- Z. Mannheim: F.A. Brockhaus GmbH, 1996, S. 295f.

Eidesstattliche Erklärung
Ich versichere, dass ich die vorliegende Facharbeit selbstständig verfasst und keine anderen, als die angegebenen Quellen verwendet habe. Insbesondere versichere ich, dass ich alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Werken als solche kenntlich gemacht habe.


<<<<tja das wars wenn ihr bis hier durchgekommen seid habt ihr es geschafft und vieleicht hinterlasst ihr ja einen kommi? würde mcih frueen
glg franzi
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